Der Wachtelkönig (Crex crex)

Ein Wachtelkönig (Crex crex), der zum Ruf ansetzt. © Biebergemünd 2025, Jörg Amberg (Instagram und Facebook).
Der Wachtelkönig ist selten zu sehen und fällt kaum auf: Mit seinem bräunlichen Gefieder, seinem kurzen, stumpfen Schnabel und seiner Körperlänge von maximal 25 cm ist der Vogel gut im hohen Gras getarnt. Von Menschen und Fressfeinden ist er schwer bis gar nicht zu sehen. Wenn er sich gestört fühlt, läuft er im dichten Gras am Boden davon.

Anzutreffen ist der Wachtelkönig im offenen bis halboffenen Gelände häufig in Feuchtwiesen. Aber auch landwirtschaftlich genutzte Flächen z. B. mit Getreide- oder Rapsanbau kommen in Frage. Entscheidend ist vor allem eine gute Deckung zum Schutz vor Räubern und eine nicht zu dichte Bodenbewachsung, damit sich vor allem die Jungvögel gut bewegen und im Notfall flüchten können.

Den Winter verbringt der Wachtelkönig in Ostafrika. Gleich nach der Ankunft in Europa ab April suchen sich die Männchen der Wachtelkönige auf einer Fläche mit ausreichend hohem Pflanzenwuchs ein passendes Revier. Von dort ertönt sein unverwechselbarer, lauter Ruf, mit dem er die Weibchen anlockt. Ist der Ruf des Männchens an zwei bis drei aufeinanderfolgenden Nächten an der gleichen Stelle zu hören, wird in diesem Bereich wahrscheinlich das Nest gebaut. 

Während der Balz ruft das Männchen – meist nachts, gelegentlich am Tag – in kurzen Abständen hölzern scharrende Doppellaute wie „crex-crex“ oder „rrrep-rrrep“, manchmal über Stunden. Außerhalb der Balz bleibt der Wachtelkönig weitgehend still.
Achtung! Beim Abrufen nicht erschrecken: Hier hören Sie die Balzrufe eines männlichen Wachtelkönigs aus der Nähe von Wusterhausen (Brandenburg). (© Karsten Matschei; Quelle: Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin).
In Deutschland ist der Wachtelkönig vom Aussterben bedroht. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Flächen sofort ab der Paarungszeit stillgelegt werden – mindestens so lange, bis der Nachwuchs groß ist und die erwachsenen Vögel ihre Vollmauser im August/September abgeschlossen haben.

Wir arbeiten mit den Artberatern der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland (VSW) zusammen, um Sie bei Fragen oder Sichtungen und zum weiteren Vorgehen bestmöglich beraten zu können. 

Melden Sie sich gerne bei unserer Ansprechpartnerinnen:
Zarah Greiner
Tel.: 06621-944 183

E-Mail: zarah.greiner@lpv-hef-rof.de

Carolin Lüdtke

Tel.: 06621-944 182
E-Mail: carolin.luedtke@lpv-hef-rof.de
Geschäftsstelle
Landschaftspflegeverband
Hersfeld-Rotenburg e. V.
Leinenweberstraße 1
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