Efeublättriger Wasserhahnenfuß (
Ranunculus hederaceus). © Uta Engel, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG).
Im Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Obere und Mittlere Fuldaaue“ bei den Bruchwiesen bei Mengshausen (Niederaula) wurde zuletzt 2023 eine ganz besondere und seltene Pflanze nachgewiesen: Der Efeublättrige Wasserhahnenfuß (
Ranunculus hederaceus). Diese unscheinbare, aber faszinierende Pflanze steht in Hessen auf der Liste der stark gefährdeten Pflanzen. Sie wächst an nassen Stellen mit offenen Bodenflächen – doch genau diese Plätze werden schnell von anderen Pflanzen eingenommen. Diese nehmen dem Efeublättrigen Wasserhahnenfuß Licht und Raum.
Um dem Wasserhahnenfuß eine Chance zum Überleben zu geben, ist eine gezielte Pflege der Gräben nötig. Da sich das Vorkommen nicht von selbst erholt und die Gräben stark zugewachsen waren, wurden diese im Herbst 2025 teilweise geräumt. Mit einem Bagger der Gemeinde Niederaula wurden die Gräben vorsichtig freigelegt und die Vegetation darum abgemäht. Dabei blieben Abschnitte unangetastet, damit Tier- und Pflanzenarten weiterhin Rückzugsräume finden.
Auch in Zukunft sollen die Gräben regelmäßig gepflegt werden, damit sich der Efeublättrige Wasserhahnenfuß weiter ausbreiten kann und dauerhaft in der Fuldaaue erhalten bleibt.